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11. Juli 2023Das neue Heizungsgesetz (GEG) kommt!
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) soll nach der ersten Lesung im Bundestag (15.06.23) noch vor der Sommerpause verabschiedet werden â und dann mit dem 1. Januar 2024 in Kraft treten. Das ist ein Meilenstein fuĚr den Klimaschutz und die Wärmewende, denn so stellen wir die Weichen fuĚr einen klimaneutralen Gebäudebereich. Und es ist ein groĂer Schritt nach vorne, weil wir Planungssicherheit fĂźr BuĚrger*innen und Unternehmen schaffen.
Die MaĂnahmen im neuen Heizungsgesetz dienen vor allem dem Schutz von Mieterinnen und Mietern und sorgen fĂźr Anreize fĂźr Vermieterinnen und Vermieter, in Modernisierungen zu investieren. Das schaffen wir mit FĂśrdermaĂnahmen, die bis in die Breite der Gesellschaft hinein wirken. So stellen wir sicher, dass niemand von Investitionskosten Ăźberfordert wird.
FĂźr Menschen mit geringen Einkommen bedeutet das bis zu 70 Prozent FĂśrderung. Zusätzlich werden wir die Kosten fĂźr Mieterinnen und Mieter begrenzen, indem wir eine Obergrenze von 50 Cent fĂźr die Umlage festlegen. Dadurch stellen wir sicher, dass der Einbau einer neuen Heizung nicht zu einer finanziellen Ăberlastung fĂźhrt.
Gleichzeitig machen wir das Gesetz noch pragmatischer, indem wir das GEG stärker mit der kommunalen Wärmeplanung verzahnen und die Entscheidungszeit fuĚr den Heizungstausch anpassen.
                                               So behalten wir die Grundpfeiler des Gesetzes â sozial, klimafreundlich und praxistauglich â bei.
Konkret bedeutet das Folgendes
- Die kommunale Wärmeplanung soll spätestens 2028 in allen Kommunen abgeschlossen sein. Vielerorts wird es aber deutlich schneller gehen. In Schleswig-Holstein oder Baden-Wßrttemberg etwa gibt es längst entsprechende Pläne.
In der Zwischenzeit bleibt es zwar mĂśglich, fossile Heizungen einzubauen, Verbraucherinnen und Verbraucher sind jedoch gut beraten, auch vorher auf fossile Experimente zu verzichten und gleich auf planungssichere und klimaschonende Alternativen zu setzen. In den meisten Fällen wird das die Wärmepumpe oder die Fernwärme sein. - Dabei sollen Haushalte nicht nur sinnbildlich, sondern sprichwĂśrtlich gut beraten sein: Ab 1.1.2024 soll es eine verbindliche Beratung durch Expert*innen geben â mit dem Ziel, kurzfristigen Fehlinvestitionen mĂśglichst vorzubeugen und die Menschen nicht in die Kostenfalle laufen zu lassen.
- Bis spätestens 2028 dßrfen auch Gasheizungen eingebaut werden, die Wasserstoff-ready sind. Das kann ein Weg sein, die 65 Prozent zu erreichen.
- Auch hier dĂźrften die meisten Haushalte aber besser damit fahren, lieber gleich auf Nummer sicher zu gehen. Und Nummer sicher bedeutet in diesem Fall: von Beginn an auf den Einbau versorgungssicherer klimafreundlicher Systeme zu setzen.
Daher: Auch mit den vereinbarten Ănderungen schaffen wir mit dem GEG die nĂśtige Planungssicherheit fĂźr die BĂźrgerinnen und BĂźrger, fĂźr die Wirtschaft und fĂźr die Kommunen. Die Wärmewende bleibt praktikabel, Klimaschutz wird konkret umgesetzt, das Signal fĂźr den Umstieg auf klimafreundliches Heizen ist klar.
- Was bleibt noch vom GEG, ist das jetzt entkernt?
- Was sind die Veränderungen zum Ursprungsentwurf?
- Muss ich ab Januar 2024 meine bestehende Heizung austauschen?
- Welcher Vereinbarung haben die Koalitionspartner nun konkret getroffen?
- Wie werden Mieter*innen vor hohen Betriebskosten geschĂźtzt?
- Klimaschutz ist wichtig, aber wie sollen BĂźrgerinnen und BĂźrger das bewerkstelligen â in der Praxis und bei den Kosten?
- Wie genau sehen die Optionen zum Heizen mit erneuerbaren Energien aus? Sind die Regelungen technologieoffen gestaltet?
- Wer auĂer Deutschland stellt die Wärmeversorgung auf Erneuerbare Energien um?
Das GEG bleibt im Kern das, was es ist: Ein groĂer Schritt auf dem Weg zu klimafreundlicher und fairer Wärme. Nach Jahren des Stillstands geht es endlich voran. Wir haben uns mit unseren Koalitionspartnern darauf verständigt: Jede Heizung, die in Zukunft neu verbaut wird, soll klimafreundlich sein. Deswegen wird das Gesetz am 1.1.2024 in Kraft treten. Das ist nicht nur ein Fortschritt fuĚr den Klimaschutz – es ist auch wirtschaftlich vernuĚnftig. Die Preise fuĚr Ăl und Gas werden rasant steigen. Das Zeitalter der fossilen Energien geht zu Ende. Mit dem GEG machen wir klar, dass wir den Weg des klimafreundlichen Heizens entschlossen gehen und somit fuĚr BuĚrger*innen, Unternehmen und Kommunen Planungssicherheit schaffen.
Wir haben vor allem zwei Aspekte noch einmal in den Blick genommen:
- Wie gestalten wir das Gesetz noch praxistauglicher?
DafuĚr haben wir uns insbesondere auf eine engere Verzahnung mit der kommunalen Wärmeplanung verständigt. Die kommunale Wärmeplanung wird bis 2028 verpflichtend fuĚr alle Kommunen in ganz Deutschland kommen. Das ist ein Novum. Viele groĂe Städte haben bereits eine, auch in einigen Bundesländern kommt sie schon deutlich fruĚher. Baden-WuĚrttemberg fuĚhrt zum Beispiel schon 2024 flächendeckend eine kommunale Wärmeplanung ein, in Schleswig-Holstein sind groĂe Kommunen ebenfalls schon verpflichtet, bis Ende 2024 eine kommunale Wärmeplanung vorzulegen. Bis zum Vorliegen der kommunalen Wärmeplanung ermĂśglichen wir den Menschen Entscheidungszeit – sie kĂśnnen also noch eine Weile uĚberlegen, welche Heizungsart fuĚr sie die richtige ist und zum Beispiel eine Heizung leasen. Wird mein Quartier an die Fernwärme angeschlossen? Wird es Wasserstoff-Quartier? Oder ist die Wärmepumpe die richtige LĂśsung? - Wie machen wir das Gesetz noch sozialer?
Die Fraktionen haben sich darauf geeinigt, dass wir untere und mittlere Einkommen beim Kauf einer neuen klimafreundlichen Heizung um bis zu 70 Prozent entlasten. Auch den Schutz von Mieter*innen nehmen wir noch einmal in den Blick. Und: Wir stärken die Beratung und Information rund um den Einbau neuer Heizungen.
Nein. Eine ordnungsgemäà funktionierende Heizung kann noch fĂźr viele Jahre genutzt und selbstverständlich auch repariert werden. Wenn jedoch eine neue Heizung installiert werden muss â zum Beispiel, weil das bisherige Gerät irreparabel ist â ist es nur sinnvoll, in eine zukunftsfähige und klimafreundliche Heizung zu investieren. Heizungen werden fĂźr lange Zeiträume angeschafft. Zugleich wollen und mĂźssen wir 2045 klimaneutral sein. Und in den kommenden Jahren werden die Preise fossiler Energieträger absehbar weiter steigen. Klimaschonendes Heizen schafft somit auch Schutz vor PreissprĂźngen.
Ab dem 1.1.2024 soll nach dem Gesetzentwurf fßr jede neu installierte Heizung in Neubauten eine Mindestanforderung von 65% erneuerbarer Energie gelten. Im Bestand gilt das GEG ab dem Zeitpunkt, zu dem eine kommunale Wärmeplanung vorliegt. Spätestens aber 2028.
- Bestehende Heizungen kÜnnen natßrlich weiterhin genutzt werden, sofern sie ordnungsgemäà funktionieren, und Reparaturen sind weiterhin mÜglich.
- Wenn ein Anschluss an ein Wärmenetz absehbar, aber noch nicht mÜglich ist, wird es einen zeitlichen Spielraum von bis zu zehn Jahren geben.
- Die vorgesehene Regelung ist bei alledem technologieoffen, erlaubt etwa auch den Einsatz von Holzheizungen oder Gasheizungen, sofern diese mit 65% grßnen Gasen oder in Kombination mit einer Wärmepumpe betrieben werden. Es wird also zahlreiche MÜglichkeiten geben, die Vorgabe fßr das Heizen mit erneuerbaren Energien zu erfßllen.
Im Gesetzentwurf sind MaĂnahmen zum Schutz der Mieterinnen und Mieter bei der Heizungserneuerung vorgesehen.
Mieter*innen schĂźtzen wir vor hohen Kosten, indem wir die Modernisierungsumlage beim Heizungstausch auf 50 Cent pro Quadratmeter deckeln. Damit ist sichergestellt, dass durch sinkende Verbrauchskosten mehr eingespart wird, als die Kaltmiete steigt. So profitieren Mieter*innen immer vom Einbau einer klimafreundlichen Heizung.
Wir machen den Umstieg auf erneuerbare Energien finanzierbar, indem wir eine finanzielle FĂśrderung bereitstellen. Konkret soll der Umstieg durch passende FĂśrdermaĂnahmen in der BundesfĂśrderung fĂźr effiziente Gebäude (BEG) begleitet und sozial flankiert werden. Ziel der FĂśrderung ist es sicherzustellen, dass die Kosten etwa einer Wärmepumpe auch von Haushalten mit kleinen und mittleren Einkommen getragen werden kĂśnnen.
Fßr alle Bßrgerinnen und Bßrger im selbst genutzten Wohneigentum wird es, wie bisher, eine GrundfÜrderung von 30 Prozent fßr den Tausch einer alten fossilen Heizung gegen eine neue klimafreundliche Heizung geben. Zusätzlich gibt es fßr Einkommen bis 40.000 Euro nochmals 30 Prozent FÜrderung.
Wer bis 2028 umsteigt, bekommt nochmals bis zu 20 Prozent FĂśrderung. Ab 2028 sinkt diese FĂśrdermĂśglichkeit um 3 Prozentpunkte alle 2 Jahre.
Die MaximalfÜrderung beträgt so bis zu 70 Prozent.
DarĂźber hinaus werden weitere EffizienzmaĂnahmen wie bisher gefĂśrdert. Ergänzend werden FĂśrderkredite mit Ausfallgarantien fĂźr den Heizungstausch angeboten, um die finanziellen Belastungen zeitlich zu strecken. Dieses Kreditprogramm kĂśnnen alle BĂźrgerinnen und BĂźrger in Anspruch nehmen. Ausnahmeregelungen fĂźr ältere Personen sind somit nicht notwendig.
Auch die KreditmĂśglichkeiten sollen nach sozialen Kriterien ausgerichtet werden. HIER gibt es alle Infos.
Es wird auch weiterhin viele MĂśglichkeiten zum Heizen geben. Es kĂśnnen verschiedene Technologien genutzt werden:
- Anschluss an ein Wärmenetz: Der Ausbau der Fernwärmenetze ist ein entscheidender Hebel fßr die Wärmewende, da verschiedene erneuerbare Wärmequellen gut miteinander kombiniert werden kÜnnen.
- Einbau einer elektrischen Wärmepumpe: Die Wärmepumpe nutzt zum groĂen Teil kostenlose und erneuerbare Umweltwärme â und erfĂźllt somit ebenfalls die Anforderungen an erneuerbare Energien. Eine Dämmung des Gebäudes oder eine Flächenheizung sind von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich.
- Stromdirektheizung: In sehr gut gedämmten Gebäuden mit geringem Heizbedarf kÜnnen Stromheizungen genutzt werden. Bis 2035 soll der Strom in Deutschland vollständig erneuerbar sein.
- Eine MĂśglichkeit ist auch der Einbau einer Biomasseheizung, zum Beispiel einer Holz- oder Pelletheizung, wenn andere LĂśsungen nicht sinnvoll oder machbar sind.
- Falls eine Wärmepumpe allein nicht ausreicht, um die Heizlastspitzen im Winter zu decken, kann sie durch einen fossil betriebenen Wärmeerzeuger ergänzt werden, der nur an besonders kalten Tagen zur Unterstßtzung eingesetzt wird. Expertinnen und Experten sprechen hier von Hybridheizungen. Insbesondere in noch nicht gedämmten Mehrfamilienhäusern kann eine solche Hybridheizung eine gute Option sein, um nach der Sanierung den Einsatz eines fossilen Heizkessels zu vermeiden.
- Eigentßmer und Eigentßmerinnen, die älter als 80 Jahre sind, dßrfen im Falle eines Heizungsdefektes weiterhin Gasheizungen einbauen und unbefristet betreiben. Nach einem Eigentßmerwechsel sind innerhalb von zwei Jahren die 65%-Anforderungen einzuhalten.
Frankreich ist in Europa fĂźhrend mit etwa 4,25 Millionen installierten Wärmepumpen. Norwegen deckt bereits rund 60 Prozent seines Wärmebedarfs mit Wärmepumpen, während es in Schweden und Finnland etwa 40 Prozent sind. Bis 2030 soll fast ein Drittel der Fernwärme in Dänemark durch GroĂ-Wärmepumpen erzeugt werden.
Der Wärmepumpenmarkt in Polen wuchs 2022 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 100 Prozent. Neben Deutschland unterstĂźtzen auch Ăsterreich und die Tschechische Republik Privathaushalte bei der Umstellung auf nachhaltigere Anlagen wie Wärmepumpen. AuĂerhalb Europas wird ein starkes Wachstum des Marktes fĂźr Wärmepumpen erwartet, wie die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt.



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